Serverprobleme mit Zoom behoben

Hallo liebe Tastenläufer*innen,

Ich bin froh, euch mitteilen zu können, dass die Probleme mit der Servern von Zoom behoben sind und wir damit unseren Unterricht wie geplant fortführen können.
Wir freuen uns darauf, wieder (weiter) mit euch online zusammen arbeiten zu können!

Einen guten Start in die Woche
Simon und das Tastenläufer-Team

Serverprobleme mit Zoom

Liebe Tastenläufer*innen,
Seit heute, 17.05.2020 zwischen 9:00 und 10:00 Uhr, gibt es bei den Servern von Zoom Deutschlandweit Probleme bei der Übertragung von Video und Ton. Ein häufiges Problem ist, dass im Moment oft nur Ton oder Bild übertragen werden kann. Aus eigener Erfahrung wissen wir zwar, das es trotzdem manchmal funktioniert, es kann aber auch sein, das keinerlei Übertragung möglich ist.

Wir sind natürlich trotzdem weiterhin in Zoom (wenn auch eventuell ohne Bild) und in WhatsApp erreichbar.

Bisher gibt es keine offiziellen Stellungsnahmen bezüglich der benötigten Zeit bis die Server wieder reibungslos funktionieren, erfahrungshalber würde ich aber davon ausgehen, dass bis spätestens Morgen früh alles wieder funktioniert. Bis dahin legen wir allen Schüler*innen nah uns über WhatsApp zu kontaktieren.

Sobald das Problem behoben ist, geben wir euch hier wieder Bescheid und wünschen euch noch einen schönen Sonntag!

Simon und das Team der Tastenläufer

Wie es weitergehen wird… Ein Ausblick auf die Zukunft unserer Musikschule

Nach dem Unterrichtsverbot kommen nun Lockerungen. Wir begrüßen durchaus, das jede Schule, jedes Geschäft ein Stück weit für sich entscheiden kann, wie es die Hygiene-Vorschriften umsetzen kann oder wie in unserem Fall der Unterricht wieder stattfinden könnte.

In den 12 Jahren, die ich die Musikschule leite, war es mir und später auch Simon immer wichtig, dass wir Erfahrungen sammeln, auch mal etwas testen und jedes Jahr versuchen, dass, was sich als sinnvoll erwiesen hat, auch für alle Schüler*innen als Angebot mitzunehmen.

Wir haben uns einen Ruf als eine Musikschule erarbeitet, die vieles ein wenig anders macht aber immer engagiert für die jeweiligen Schüler*innen bleibt.

Über die Hintergrund-Bedingungen und auch über unsere „Philosophie“ dahinter, haben wir bisher nur selten gesprochen. So wissen einige, dass wir mit hohen Mietbelastungen kämpfen, aber nur wenige wissen, das es uns auch ein Anliegen ist, das Unterrichts-Honorar moderat zu halten, da wir eine Schule für (fast) alle sein wollen. Auch wenn wir als private Musikschule keine staatlichen Zuschüsse und keine Steuererleichterung erhalten und damit die Preise und Rabatte der staatlichen Musikschulen nicht anbieten können. Dennoch – lieber mehr arbeiten, als teurer werden.

Wer mich kennt, weiß, ich arbeite gerne.

Was sich bereits verändert hat

Durch Corona und allem was damit zusammenhängt wurden für uns neue Fakten geschaffen, zu denen gehört, das wir eine Etage abgeben werden.

Durch mehr Einzelräume bietet uns die obere Etage mehr Möglichkeiten separat mit Schüler*innen zu arbeiten, auch wenn wir diese Räume bisher genutzt haben, damit ich trotz langer Arbeitstage möglichst viel Kontakt mit meiner Familie haben konnte. Nun werden wir auch hier umstrukturieren.

Wir tun dies mit sehr gemischten Gefühlen, unser Trubelraum unten, war ein Lebensnerv unserer Musikschule und unserer Art von Arbeit. Doch auf nicht klar absehbare Zeit wird der Trubelraum ungewohnt ruhig bleiben müssen, mit dem Abstandsregeln, dem Wegfallen des Wartebereichs, dem Wegfall von den meisten Formen des Zeitgleichen Unterrichts.

Unser Klavierbauer- und Stimmer Christian Garbe wird seine Instrumente aus unserer Musikschule abholen, damit wir Platz gewinnen für den notwendigen Abstand. Dies soll bis Ende Mai vollzogen sein. Eine kurze Frist für eine große organisatorische Herausforderung an Herrn Garbe. Flügel ziehen nicht eben mal um. Meinen Dank für sein Verständnis.

Was noch geschafft werden muss

Bis spätestens zum Herbst, vermutlich früher, wird der große Raum unten abgegeben und die obere Etage frei und eingerichtet fürs Unterrichten sein, auch die Badezimmer oben müssen bis dahin neu gemacht werden.

Mittelfristig wird es also oben 2 Flügel und diverse Klaviere geben. Einen Online Unterrichts-Raum, drei Präsenz- Unterrichtsräume (und alle mit Fenster *freu*) einen Warte- und Trubelbereich mit Möglichkeiten zum einspielen. Ist also spätestens dann alles (fast) wieder beim Alten?

Dass mit dem großen Raum auch viel finanzielle Belastung wegfallen wird – auch wenn der Weg dahin noch weit ist und wir mit dem Abzahlen der fortlaufenden Kosten noch beschäftigt sein werden, wenn wir den großen Raum schon nicht mehr haben, – empfinden wir bereits jetzt deutlich als Entlastung. Zudem es auch weniger Instrumente zum Stimmen und Warten geben wird, ein weiterer nicht unerheblicher Kostenfaktor.

Mit geringeren Kosten entsteht auch ein zeitlicher (Frei-) Raum, um Projekten wie meiner eigenen Klavierschule (mein Lehrbuch für Schüler*innen) den letzten Schliff zu geben, damit sie in Druck gehen kann. Freie Zeit auch für eigene Kompositionen – die von Schüler*innen gerne gespielt und auch schon angefragt werden – aber aus Zeitmangel zu selten über die Skizze hinaus fertig werden. Neben kreativer Lehrkraft auch kreative Künstlerin sein zu können, wäre für mich aber auch für alle Schüler*innen sinnvoll. So entsteht mit dem Raum den wir abgeben, auch Freiraum in dem neues Platz findet.

Unsere Vision wie es weitergeht

Unser Anspruch, unseren Schüler*innen den bestmöglichen Unterricht anzubieten, bleibt unverändert, aber das Drumherum wird anders.

Unser Wunsch: die Fernschule in der eigenen Stadt.
Unterstützt lernen wann und wo die Schüler*innen es möchten.

Wir wollen unsere Online-Zeiten behalten. Jetzt ist es raus, der Satz der unter den Musiklehrer*innen und auch für viele Eltern fast ein Tabu ist. „So kann kein richtiger Unterricht funktionieren“, “ Wir brauchen echte Menschen“, „Kinder sollen nicht soviel online sein“. Bedenken gibt es viele. Konkrete Erfahrungen bei den meisten nur wenig und oft getragen von der Idee den Unterricht vor Ort eins zu eins online stattfinden zu lassen. Simon und mich schrecken Vorbehalte nicht ab. So oft haben wir erlebt, das Unterricht auch auf anderen Wegen, als den Althergebrachten sinnvoll und effizient funktioniert.

Wir haben überhaupt nicht vor, Online Unterricht gegen den Unterricht in der Musikschule „auszuspielen“. Wir haben auch aus den Gegensätzen von Einzel- und Gruppenunterricht mit unserem Zeitgleichen Unterricht eine Möglichkeit geschaffen, Schüler*innen beides in einer Unterrichtsform anzubieten und es ist es sinnvolles Konzept hinter dem wir auch weiterhin stehen. Wir wollen die online Zeiten, in denen sich alle Schüler*innen zu (fast) jeder Zeit einloggen können beibehalten und mit monatlichen Stunden in der Musikschule ergänzen.

Aber auch dafür gilt: „Bedarf geht vor Regel“, wenn sich häufigeres in die Musikschule kommen als der sinnvollste Weg darstellt, werden wir versuchen auch das möglich zu machen.

Wir wollen den Unterricht in der Musikschule, um die Komponente Online Zeit ergänzen. Unterricht in der Musikschule? Ja klar und nach Corona gerne auch für alles was am Musik machen besonders Freude macht: Gemeinsames Musizieren, gemeinsame Spiele, gemeinsam an großen Projekten arbeiten und natürlich Einzelarbeit, da wo sie sinnvoll und notwendig ist. Aktuell können wir höchstens 2 Schüler*innen zu selben Zeit in der Musikschule unterrichten und nach jeder Unterrichtseinheit ist Putzen, trocken lassen, Lüften dran. Regelmäßige wöchentliche Termine sind auf diese Weise zeitlich nicht durchführbar. Stattdessen wollen wir flexibel Termine vereinbaren, wo sie notwendig, sinnvoll und durchführbar sind.

Seit Tagen bin ich dabei alle Eltern, Schüler*innen, Vertragnehmer*innen persönlich anzurufen, um die Möglichkeiten und Perspektiven mit jedem einzelnen zu klären. (Wen ich noch nicht angerufen habe, darf auch gerne versuchen mich zu erreichen. Auch wenn vielleicht ein bisschen Geduld nötig ist, um bei mir durchzukommen, ich freue mich über jedes Gespräch und wer sich ohnehin schon einloggt kann auch gerne im Zoom Raum mit uns reden.) Bereits 1/5 unserer großartigen Schüler*innen – und Elternschaft und Vertragsnehmer*innen haben uns bereits zugesagt, mit uns auszuprobieren wie sie dieses Konzept erleben. Ein Teil von Ihnen hat für sich oder mit ihren Kindern bereits die Erfahrung gemacht, das es sogar besser funktioniert als der feste Unterricht mit 45 min. einmal die Woche.

Es bleiben Fragen, bei uns und auch auf Seiten der Eltern und der Schüler*innen. Lasst uns miteinander reden und ausprobieren was wir aus der breiten Palette der Möglichkeiten mischen wollen und lasst uns behalten was individuell das Beste ist.

Nach Corona steigen wir gerne wieder ein …

…und warum das nicht zu Ende gedacht ist!

Corona ist unbequem, keine Frage. Viele Menschen sind nicht nur in ihrem Alltag, sondern auch in ihrer wirtschaftlichen Situation betroffen. Kurzarbeit, Verdienstausfälle, Kündigungen. Wir kennen vermutlich alle Menschen in unserem Umfeld, die finanzielle Einbußen ausgleichen und aushalten müssen und längst nicht alles ist durch Kurzarbeitergeld und Soforthilfen abgedeckt.

Dass dann geschaut werden muss, wo man Geld einsparen kann ist nachvollziehbar. So trudeln auch bei uns seit Tag 1 nach und nach Kündigungen und Anfragen zur Aussetzung des Unterrichts ein. Begleitet von der Begründung:

„Wir sind ja zufrieden und wollen auch gerne wiederkommen und Unterricht nehmen, nur eben nicht jetzt.“

Aber auch bei uns laufen die Kosten weiter und wenn wir diese Kosten nicht erwirtschaften können, werden wir zumindest eine unserer Etagen kündigen müssen. Damit haben wir dann „nach Corona“ weder die Räumlichkeiten noch die Instrumente, von denen wir uns ohne die untere Etage auch trennen müssen.

Es wird sich zeigen müssen, wieviele Schüler*innen wir dann „nach Corona“ in den verbliebenen Räumen sinnvoll unterrichten können. Die Kündigungsfristen für unseren Unterricht sind kurz, wer gehen will oder muss, darf dies selbstverständlich tun, doch aussetzen können wir die Verträge nicht.

So wird es für die ausgestiegenen Schüler*innen, die gerne „nach Corona“ wiederkommen möchten, derzeit aber den Unterricht nicht fortführen können oder wollen, im wortwörtlichen Sinne keinen Raum mehr geben.

Ganz besonders möchte wir uns bei all jenen Personen und Familien bedanken, die mit uns durch diese Zeit gehen, die sich einlassen und ausprobieren und hinter dem unbequemen auch neue Möglichkeiten finden.

Anja und das Team der Tastenläufer

Morgen komme ich wieder – jeden Tag

Für jeden Ansturm gerüstet sind wir heute zu zweit in die Online-Präsenz-Zeit gestartet und erstmal auch zu zweit geblieben. Gut, also Zeit für gegenseitige Rückmeldungen: „Wie laut bin ich, und wie laut das Klavier, ist alles wichtige im Bild und genug Licht? Finden wir alle Einstellungen und sind alle Noten griffbereit?“ Ein bisschen aufgeregt hoffen wir das alles gut läuft. Schüler*innen unterstützen können, wenn es gewollt und gebraucht wird und solange wie die Konzentration und Spielfreude es zulassen. Kein Unterricht nach Kalender und Uhr, dass war schon oft Inhalt unserer Gespräche. An virtuelle Online-Räume haben wir da noch nicht gedacht.

Gerade als einer von uns beiden kurz offline geht, melden sich gleichzeitig zwei der jüngeren Schüler*innen an. Vier Geräte müssen online, Einstellungen gefunden werden und das spannendste … wo können Schüler*innen, das zweite Gerät hinstellen, damit auch wir die Tasten sehen können? Gewusel und kurze Überforderung… ich wollte doch alle zuerst in die separaten Räume schicken…, jetzt Rätseln die beiden Schüler*innen bereits kichernd, ob sie sich kennen. Wieder vollständig und mit Unterstützung verschwinden wir in getrennte virtuelle Räume, und dann ist es (fast) Unterricht wie immer.

Okay zusammenspielen geht nicht und manche Töne verschwinden auf dem Weg, trotzdem gelingt das zusammenarbeiten gut und das wir nicht im selben Raum sind, fällt nach ein paar Minuten nicht mehr auf. Nach 25 min reicht es der jüngeren von beiden und ich übernehme die zweite Schülerin, der Übe-Abschnitt ist bereits klar und besprochen. Ich verabrede in den Hauptraum zu wechseln und in 5 min nochmal vorbeizuschauen.

Im Hauptraum ist keiner, aber das sehe ich nicht, wenn ich mit im separaten Raum bin, das war uns beim Testen nicht so klar. Also noch ein Gerät einloggen, das bleibt in meiner Sicht und im Hauptraum. Jetzt darf es gerne weitergehen. Zurück bei der Schülerin besprechen wir dass was an diesem Unterricht was anders ist. Nicht der Blick auf die Uhr beendet die Stunde, also sprechen wir miteinander. Reicht es an neuen Informationen? Stimmt ja, es muss gar nicht für eine Woche reichen, morgen sind wir auch online und übermorgen auch.

Die Schülerin freut sich: Ja, für heute reicht es, aber morgen möchte sie wiederkommen und übermorgen, jeden Tag bis auf Mittwoch – denn da sind wir nicht online.

Unterricht in Corona-Zeiten

#stayathome #stayhome #bleibzuhause

Die öffentlichen und privaten Musikschulen im ganzen Land sind derzeit wegen CORONA für den regulären Unterricht geschlossen und auch wir nutzen diese Krisenzeit, um neue Wege zu den Schülerinnen und Schülern zu erschließen. Den Kontakt zu den Eltern, Kindern und Jugendlichen zu halten, steht dabei an oberster Stelle auf der Agenda in dieser Zeit.

Wie wir weiter unterrichten